Ein Thema, das zu Reibungen zwischen den USA und China geführt hat, ist die absichtliche Unterbewertung des chinesischen Yuan (auch Renminbi genannt) durch die chinesische Regierung. Dieses Problem hat sich nach der globalen Finanzkrise in wirtschaftlichen und politischen Foren wie der G-20 durchgesetzt, da grundlegende strukturelle Ungleichgewichte des Welthandels aufgedeckt wurden. In Washington ist die Rhetorik gegen China gewachsen, da die USA mit einem beispiellosen Haushaltsdefizit und einer hartnäckig hohen Arbeitslosenquote konfrontiert sind.
Die chinesische Regierung hat den Yuan zum größten Teil der letzten drei Jahrzehnte an den Dollar gekoppelt und verwendet ein System des festen Wechselkurses. Von 1994 bis 2005 entsprach ein Dollar etwa 8,30 Yuan. Während dieser Zeit ignorierte die chinesische Regierung die Marktkräfte, die eine Aufwertung des Yuan gegenüber dem Dollar forderten. Unter Druck von Washington werteten die Chinesen ihre Währung 2005 auf 8,11 auf und erlaubten ihr langsames Aufwerten in einem Managed Floating-System. Nach der globalen Finanzkrise wurde der Yuan jedoch 2008 wieder an den Dollar gekoppelt. Derzeit handelte der Yuan bei 6,5 bis 1 Dollar. Selbst auf diesem Niveau argumentieren die meisten Ökonomen, dass der Yuan um bis zu 40% unterbewertet sei. Bei einer Unterbewertung von 40% sollte der Yuan in einem System für einen flexiblen Wechselkurs von nahe 4 Yuan pro Dollar handeln.
Warum wertet die chinesische Regierung absichtlich ihre Währung ab?
Chinas Wirtschaftswachstum war bemerkenswert. Es ist in den letzten dreißig Jahren um durc...